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Juli

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Es hat sich bewährt, dass wir jedes mal vor der Weiterfahrt das Womo gründlich putzen - heute Sonntag sogar auch aussen, denn Morgen 1. Juli wollen wir weiterziehen. Unser Ziel in den nächsten paar Tagen ist Athen. Los geht's über Thessaloniki, der zweitgrössten Hafenstadt am Thermaischen Golf der Ägäis und schon bald sind wir im Vérmiogebirge - die Landschaft ist hier so ganz anders als am Meer. In Kozani am Reservoirsee finden wir unseren freien Übernachtungsplatz -  schöner kann man gar nicht stehen...... Die Temperatur liegt bei 34 Grad im Schatten Wärme hin oder her, Brot muss noch gebacken werden für das Frühstück.

Gegen Abend wird es durch das laue Lüftchen richtig angenehm.

 

 

 

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Die Nacht war angenehm kühl. Nach einem ausgiebigen Frühstück am See fahren wir weiter.

Das Thermometer zeigt um 10 Uhr bereits 31 Grad. Emma fühlt sich trotz Klimaanlage nicht mehr wohl und hechelt die ganze Zeit. Hier zwischen den Vermio-Gebirgszügen wird viel Landwirtschaft betrieben, die Bauern fahren die runden, riesigen Strohballen ein. Wir freuen uns auf unser heutiges Ziel - die Meteora Klöster - Am späten Nachmittag treffen wir, nach zügiger Fahrt, an den steilen Konglomeratfelsen vorbei zu der Taverne Arsenis wo sich unser Übernachtungsplatz befindet. So.... zuerst ein kühles Bier, das Womo herunterkühlen, einen ausgiebigen Spaziergang mit Emma und los geht's mit dem Roller zum ersten von sechs Kloster.

Diese thronen hoch oben, jeweils durch tiefe Abgründe getrennt die einem schaudern lassen. Wir können uns kaum sattsehen und knipsen viele Fotos. Die Zeit vergeht im Flug und um 19:00 h sind wir in der Taverne zum Abendessen.

Wir verschieben die weitere Besichtigung auf den nächsten Tag.

 

Wir besichtigen heute das Kloster Varlaam das ca. im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Viele Stufen sind zu bewältigen, bis das Klostertor endlich erreicht ist. Wir haben Glück, dass wir vor dem Touristenbus mit Japanern oben sind. Wir sind überwältigt von der Schönheit des Innenhofes - sehr gepflegt und mit viel Liebe zum Detail. Überall entdecken wir verwinkelte Zimmer und Aussichtspunkte. Ein überdimensionales Weinfass lässt das kleine Zimmer fast bersten. Eine Seilwinde wurde früher von Hand betrieben, um die Gartenernte, oder Besucher hochzuziehen. Heute wird es elektrisch betrieben und auch die Besucher dürfen den sicher angenehmeren Weg benutzen.....

Die Meteora Klöster nahe der Stadt Kalambaka gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Der Name Meteora leitet sich von meteorizo ab was "in die Höhe heben" bedeutet. Die gesamte Anlage besteht aus 24 einzelnen Klöstern von denen heute nur noch sechs bewohnt und für den Tourismus offen sind. 

Bereits lange vor dem Bau des ersten Klosters im ca. 14. J hatten Eremiten diese wilden und einsamen Gegenden, in denen nur Greifvögel horsteten, als idealen Ort für Vertiefung im Gebet, Busse und Kasteiung aufgesucht. Mit Hilfe aufeinander gebundenen Leitern erklommen sie die Felsen, um ungestört ihren Seelenfrieden zu finden. Früher mussten Besucher wie Lasten, in einer Art riesigem Einkaufsnetz mit einer Seilwinde die ca. 40 m Höhenunterschied emporgekurbelt werden - sicher eine Himmelfahrt, die manchen zum unfreiwilligen Büsser werden liess......

 

Jetzt wird es Zeit für uns weiterzufahren, denn viele Touristenbusse schlängeln sich die Strasse empor. Heute steigt das Thermometer ins Unermessliche..... wir verlassen das Landesinnere und nehmen die Autobahn Richtung Volos das am Meer liegt. Leider verpasse ich die Ausfahrt und so kurven wir auf Landstrassen dem Gebirge entgegen, das uns auf 800m hinauf nimmt. Noch ca. 20 km sind zu bewältigen, steil bergab bis endlich das Meer auftaucht - geschafft..... In einer kleinen Bucht stehen wir wieder mal frei am Strand und lassen es uns gutgehen.

Besichtigung Kloster Varlaam und Stellplatz am Meer

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Athen steht heute auf dem Programm. Der Stellplatz ist fast mitten in der Stadt und unsere Befürchtung, dass wir keinen Platz mehr haben trifft bei weitem nicht zu. Trotz Hochsaison ist gähnende Leere auf dem Platz - wir sind zu viert....

Das Thermometer hat die 38 Grad erreicht und es weht kein Lüftchen. Wir sind wieder einmal froh um die Klimaanlage. Ich erkundige mich bei der Rezeption ob Emma ein Maulkorb braucht...... aber die Antwort ist; kein Hund im Bus und auch nicht in der UBahn. Kein Problem, dann nehmen wir ein Taxi. Wir finden kein Taxifahrer, der einen Hund mitnehmen will.

Dann eben nicht...... das Womo ist kühl und Emma kann sehr gut für drei Stunden alleine sein und sich von der Fahrt erholen.

Mit dem Roller kommen wir gut voran, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Als erstes will Wolfi, der noch nie in Athen war, zum Lykabettus-Hügel um die Stadt mit ihrer gesamten Grösse, sowie dem perfekten Aussichtspunkt auf das Olympieion und einen spektakulären 360 Grad Panoramablick auf ganz Athen zu geniessen.

Beeindruckend wie riesig diese Stadt ist ( 3.9 Millionen Einwohner). Wir knipsen zahlreiche Bilder und trinken einen kühles Mineral, bevor wir uns auf den Weg zur Akropolis machen.

Erhaben thront das Schmuckstück antiker Architektur in einer Höhe von 156 Metern mitten in der griechischen Hauptstadt . Seit 1986 wurde die Akropolis ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Wir stapfen weiter Richtung Parthenon das grösste und wichtigste Gebäude am Berg. Gewidmet wurde es der Göttin Pallas Athena Parthenos, die zugleich auch Schutzpatronin der Stadt ist. Es sind viele Restaurationsarbeiten im Gange, und etliche Wege sind gesperrt.

 

Beim Syntagma-Platz erholen wir uns im Schatten. Hinter uns das Parlamentsgebäude, das einst königlicher Palast war. Jetzt findet jedes Jahr dort der Weihnachtsmarkt statt.

Historisch wichtigster Stadtteil von Athen ist die Plaka, dort herrscht ein ganz besonderer Flair. Wir lassen uns verzaubern von den engen und romantischen Gassen und den tollen Boutiquen. Viele gemütliche Beizli laden zum Verweilen ein. Aber für uns wird es Zeit uns von der pulsierenden Innenstadt zu verabschieden und zurück zu fahren zu Emma.

Stadtbesichtigung Athen

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An der Südost-Küste von Griechenland, rund 90 km von Athen liegt der Ort Korinth mit dem spektakulären Kanal. Dies ist ein Muss!

 Als ich 1975 im Kibbuz in Israel war fuhr ich mit dem Schiff durch diesen Kanal - das war ein tolles Abenteuer und jetzt diesen noch von der Brücke aus zu sehen einfach beeindruckend. Aber ich merke, ich bin nicht mehr schwindelfrei..... Auch Emma hat mit der Höhe zu kämpfen und drückt sich ängstlich an das Brückengeländer.

Infos zum Kanal;

Vor langer Zeit war die Schifffahrt noch ein Abenteuer, sie war mit Risiken und Gefahren verbunden, seien es Piraten, Stürme oder gefährliche Strömungen, viele Seefahrer kehrten nie von ihrer letzten Expedition zurück. So eine gefürchtete Stelle war auch die Peloponnes. Nur eine schmale Landzunge verband einst Nordgriechenland mit dieser riesigen Halbinsel. Und genau bei Korinth wurde beschlossen, der Umsegelung eine Alternative zu bieten. Die Idee des Korinth-Kanals zur Verbindung des Saronischen Golfes mit dem Golf von Korinth wurde geboren und zwischen 1881 und 1893 in  die Tat umgesetzt. Er verkürzt den Seeweg um 325 Km.

Heute passieren trotz der relativ hohen Durchfahrtsgebühren (Yachten 80 Euro bis 9m länge) nur noch rund 11`000 kleinere Schiffe den Kanal jährlich. Der Kanal ist 6,346km lang, 24 Meter breit und hat eine Wassertiefe von 8 Meter. Die Felsen ragen 84 Meter in die Höhe.

Wir verlassen Korinth und fahren nach Igoumenitsa vor der albanischen Grenze auf einen Camp und bleiben dort nur über Nacht. Emma hat mit dem Reisen und dem täglichen Aufbruch immer grössere Schwierigkeiten. Wir möchten es ihr nicht länger zumuten täglich diesen Stress zu haben und beschliessen zurück in die Schweiz zu reisen. Fleur, Marco sowie die Kinder freuen sich riesig auf ein Wiedersehen mit ihr. Sie darf zurück in ihre Familie.

Unsere Route ist die gleiche wie zu Beginn und wir melden uns auf der Website erst wieder ab August.

Kanal von Korinth und Weiterfahrt