
Ein starkes Team:
h.l Herbert, Marinus, Katrin, Claudia, v. Cornelius, Wolfi
Liebe Globetrotter Leser
Wir stehen nun schon fünf Monate in Spanien auf dem selben Platz in Puerto Mazarron und haben hier in der weiteren Umgebung schon alle Sehenswürdigkeiten besucht und euch darüber berichtet.
Solange wir nicht weiterziehen können, wiederholen sich die Touren und die schönen Landschaften. Was sich natürlich verändert ist die prachtvolle Vegetation, die sich von dominierenden weiss-rosa nun in ein sattes gelb verwandelt. Ende Februar und jetzt im März - gelbe Büsche soweit das Auge reicht und natürlich Mimosenbäume.
Auf unserem Wunschzettel steht nach wie vor die Baltikum Reise. Ob wir uns vor der def. Heimreise auf ende Juli diesen Wunsch noch erfüllen können werden wir sehen........ Ihr werdet als treue Leser auf jeden Fall dabei sein.
Nach fünf Monaten beschliessen wir den Camping in Mazarron zu verlassen und weiter zu ziehen. Andere Gegend erkunden und neue Leute kennen lernen.
Aber zuerst radeln wir noch gemeinsam nach Totana. Nicht alle wollen mitkommen, weil es doch über 80 km zu bewältigen sind.
Bei den riesigen Trauben Plantagen gibt es die erste Verschnaufpause - die Hälfte der Strecke ist geschafft - . Mitten in Totana auf dem Dorfplatz gönnen wir uns ein kühles Bier, sowie ein leckeres Sandwich mit Parmaschinken und Tomaten. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Rückweg.
Am Abend verabschieden wir uns von vielen Camper und Biker Freunden alle wollen, dass wir nächstes Jahr wieder kommen....
Heute Sonntag feiern wir Geburtstag.
Am Morgen fahren wir zum Markt und decken uns mit Feigen, Datteln und Nüssen ein. Es herrscht geschäftiges Treiben und wenn die Masken nicht wären, würde man meinen, dass es hier in Spanien kein Corona gibt. Am Eingang überwacht ein Polizist dass jeder Besucher auch schön brav die Hände desinfiziert.
In Bolnuevo in einem schönen Lokal am Meer haben wir einen Tisch reserviert. Wir nutzen die Zeit bis 14 Uhr für einen kleinen Spaziergang hinter die Sandstein Formen und geniessen eine tolle Aussicht.
Der Magen knurrt und pünktlich sitzen wir im Lokal am Fenster mit Blick aus offene Meer. Mit einem Thon-/ Tomatensalat, garniert mit Oliven starten wir - lecker. Wolfi bestellt sich ein Pfeffersteak mit Pommes und ich entscheide mich für Fisch - mit einem leckeren Wein lassen wir den Nachmittag ausklingen.
Nach dreistündiger Fahrt erreichen wir Chella - im Ort weist uns ein Schild auf den Naturcamp hin. Steil gehts bergauf - sicher gut drei km. Schön gelegen auf der Hochebene werden wir von drei grossen Hunden mit lautem Gebell begrüsst. Die Besitzer sind Holländer die sich im warmen Spanien niedergelassen haben und betreiben hier einen kleinen Camp. Den Platz können wir uns aussuchen, sind wir nur zu zweit.
Die Toiletten und Duschen sind gleich neben der Pferdekoppel und ein Andalusischer Wallach teilt sich den Platz mit zwei Ziegen. Armes Pferdchen ....... so ganz ohne Kumpel und nichts zu knabbern. Jedesmal wenn ich Richtung Toilette laufe habe ich eine Karotte oder ein Stück hartes Brot dabei.
Wir richten uns zügig ein, denn die nächsten zwei Tage ist Regen angesagt.
Es wird sehr kühl und der erdige Boden ist vom Regen durchtränkt. Die Hunde kacken auf dem ganzen Platz und so mancher Haufen klebt an unseren Schuhen. Um unseren Hausmüll müssen wir uns selber kümmern und ihn im Dorf, dass 3 km entfernt ist entsorgen. So haben wir uns das nicht vorgestellt die nächsten zwei Monate. Also packen wir unsere "7" Sachen zusammen und ziehen weiter.......
Diesen Camp in Gandia haben wir mit dem Roller ausfindig gemacht. Die Fahrt hin und zurück war alles andere als angenehm - es ist kaallt !! Völlig durchfroren stellen wir im Womo die Heizung an.
Morgen gehts Richtung Meer.
Der Camp ist klein und überschaubar, unser Platz ist windgeschützt, sowie fünf Minuten vom Meer entfernt. Die Einkaufsmöglichkeiten sind gut mit den Fahrräder erreichbar. Also bleiben wir hier.
Leider sind hier die Sehenswürdigkeiten spärlich, aber wir radeln mal los. Endlich haben wir die Stadt hinter uns und geniessen das satte grün des Frühlings. In der Ferne taucht am Horizont eine Burg auf, hoch oben auf dem Berg und diese wollen wir besichtigen. Der Weg ist teils steinig teils betoniert, für unsere Bikes kein Problem. Die Rundumsicht ist traumhaft.
Wir haben uns fest vorgenommen dreimal in der Woche zu radeln. Eigentlich ist heute das Ziel Castello de Rugat, dass wir aber leider nicht gefunden haben - aber trotzdem viel Schönes in der Natur entdeckt und für euch festgehalten. Die Fahrt zwischen den blühenden Orangenbäume ist begleitet von einem betörendem, süsslichen Duft, der mich an Yasmine erinnert. An den Bäumen sind noch jede Menge Orangen und der Baum blüht schon wieder - unglaublich. Hier in Gandia reiht sich eine Plantage an die andere - wer soll die Früchte auch alle essen?
Am Abend zeigt unser km Stand 85 km !!! und dementsprechend ist die Müdigkeit gross...
Ein Blick auf die Wetterprognose lässt uns wieder diskutieren ob wir nochmals weiterziehen sollen. Es ist einfach kalt und die Bise ist ein treuer Begleiter.
Wie ihr uns ja schon kennt, sind wir ziemlich spontan und so kommts wie es kommen muss...... wir packen erneut zusammen und reisen südwärts und zwar nach Aguila eine halbe Stunde südlicher von Mazarron entfernt. Dort gibts wieder tolle Bikertouren und vielleicht auch wieder etwas interessantes zum Entdecken. Wir werden sehen......