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November

Nico

Am 4. November erreicht uns die traurige Nachricht, dass mein vierbeiniger Freund Nico die Reise über den Regenbogen angetreten hat. Wir sind unendlich traurig. Viele Spaziergänge haben wir unternommen - er war auch ein Freund für Timo und Mani.

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Ein Tier, in dem dir die Liebe begegnet ist,

kannst du nie wirklich verlieren,

 auch wenn es sich wieder von dir trennen muss.

Denn es wird nicht gehen, ohne etwas von dir

mitzunehmen und etwas unsagbar Schönes zurückzulassen;

  das stille Wissen, dass eure Seelen nun so nah sind wie nie zuvor!!

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Machs gut mein unvergesslicher Freund!!!!

Erinnerungsfotos an eine tolle, gemeinsame Zeit - danke Nico, dass du mich ein Stück im Leben begleitet hast.

 

 

Monchique - Mazagon

Das schlechte Wetter schleicht sich über die Hügel von Monchique und wir beschliessen heute weiter zu ziehen. Wir fahren fast 300 km bis auf einen Stellplatz direkt am Atlantik in der Ortschaft Mazagon. Endlich wieder Sonne - die Stühle sind schnell draussen und wir geniessen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Gegen Abend, als es kühler wird, spazieren wir über den Holzsteg Richtung Sandstrand und entdecken grosse Quallen die das Meer angespühlt hat und die geduldig warten bis die Flut wieder einsetzt.

Das haben wir noch nie gesehen, die sind sicher etwa 30cm im Durchmesser (Video ist aufgeschalten) Der gesamte Strand ist voll von diesen Monstern...... und das Baden bestimmt kein Genuss.

Nach einer kalten Nacht verlassen wir Mazagon bei 5 Grad - aber die Sonne lacht uns entgegen. Unsere Fahrt geht durch lichte Pinienwälder mit sandigem Boden. Bald schon tauchen die ersten Erdbeerplantagen auf und es werden immer mehr.

Zur Info: Ein beliebtes Anbaugebiet der Erdbeere ist südwestlich von Sevilla, in der Nähe des Nationalparks Coto de Donada. Der Nationalpark, eigentlich ein Feuchtgebiet, droht durch den Erdbeeranbau auszutrocknen. Für ein einziges Kilo Erdbeeren ist der Verbrauch von bis zu 280 Liter Wasser notwendig!! Um den Wasserverbrauch der Pflanzen zu decken, müssen immer mehr und tiefere Brunnen gebohrt werden. Der Grundwasserspiegel sinkt ab - mit verherenden Folgen für die Umwelt.

Fazit aus der Geschicht; spanische Erdbeeren kauft man nicht..... 😉

Auf der Fahrt taucht in der Region Sevilla am Strassenrand weisser Flaum auf - bei der Mittagspause schaue ich mir dies genauer an. Baumwolle!! In dieser Region - habe dies am Abend gegoogelt - und tatsächlich sind wir in einem grossen Anbaugebiet. Leider ist die Ernte schon vorüber.

Bald schon taucht Jerez de la Frontera auf und als Pferdeliebhaberin möchte ich unbedingt der Spanischen Hofreitschule einen Besuch abstatten. Der Stellplatz fürs Womo befindet sich mitten in der Stadt. Schnell unser Navi nach dem Weg befragen und schon sind wir zu Fuss unterwegs.

Wie ärgerlich ist denn dass!! vor unseren Augen wird das Eingangstor um 14:45h geschlossen. Kein betteln hilft und so können wir nur von ausserhalb ein paar Bilder schiessen. Es ist Freitag und übers Wochenende (ausser bei Saison) ist alles geschlossen. Wir können nicht auf dem Parkplatz über Nacht stehen bleiben und ziehen enttäuscht weiter nach Cadiz.

Cadiz

Cadiz ist die älteste Stadt Europas und die wollen wir sehen. Sie liegt allseits vom Meer umschlossen auf einer Landzunge. Eine riesige Brücke verbindet Cadiz mit dem Festland. Sie ist die drittgrösste, aller spanischen Schrägseilbrücke mit einer enormen Spannweite von über 3 km. Unser Stellplatz liegt direkt am Hafen - ein idealer Ausgangspunkt um die Stadt zu Fuss oder per Fahrrad zu erkunden. Das zweitgrösste Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen und scheint uns fast zu erdrücken. 7`500 Passagiere finden Platz inkl. Besatzung!!

Wir bleiben hier zwei Tage und lassen uns von der Charme dieser schönen Stadt verzaubern. Wir beginnen im Stadtteil la Caleta mit dem gleichnamigen grossen Strand. Dieser liegt zwischen zwei historischen Forts - Castillo de San Sebastian und Castillo de Santa Catalina. Dahinter befinden sich zwei uralte, riesige Gummibäume die 400 Jahre alt sind - unglaublich!! Die Wurzeln sind kniehoch. Weiter geht's durch enge Gassen bis zur Plaza de San Antonio wo sich etliche historische Bauwerke befinden, bevor wir in die Markthalle abbiegen. Das vielfältigen Angeboten in der Säulenhalle von Obst, Gemüse, Meeresfrüchte und Fisch beeindruckt uns. Wir entscheiden uns Doraden fürs Nachtessen zu kaufen.

Die erste Nacht ist sehr ungemütlich, viele Jugendliche sind mit extrem lauter Musik am feiern und der Alkohol fliesst in Strömen und immer wieder lungern vereinzelte um unser Womo. Um drei Uhr in der Früh haben wir genug und parken unseren Schlafplatz auf der gegenüber liegenden Seite - endlich herrscht einigermassen Ruhe. Die nächste Nacht haben wir dann laute Musik vom Kreuzfahrtschiff - naja...... ist ja nicht immer so.

Am Sonntag gegen Abend sind wir auf dem Camp bei Tarifa. Eigentlich wollen wir hier bis ende November bleiben....... wenn das Wetter nicht so nass und kalt wäre. Die Prognosen sehen alles andere als gut aus.

Mazarron

So flexibel und verrückt wie wir sind, packen wir am Montag unsere sieben Sachen und fahren an einem Tag 550km in die spanischen Berge, der Sonne entgegen und landen in Mazarron. Kaum ist das Womo parkiert, rufen uns Berner zu sich und eine sympathische Nachbarschaft beginnt. Hier bleiben wir bis zum 22. November.

Leider schlägt auch hier das Wetter um und es ist nicht mehr ganz so warm...... egal; mit den Berner sind wir an einem Abend zum Spielen eingeladen - Jassen wäre toll - aber das beherrschen sie leider nicht. Nach neun Uhr wurde es im Vorzelt empfindlich kühl. Morgen sind wir mit Marion verabredet - sie kommt schon etliche Jahre hier auf den Platz und fährt mit uns zum Einkaufen. Als Dankeschön laden wir sie zum Chinesen ein. Die Auswahl war gigantisch und es hat super geschmeckt.

Heute kommt unser Roller zum Einsatz - wir fahren ins Städtchen Mazarron und halten unterwegs an einem schönen Strand. In einem geschützten Hafencafe setzen wir uns an die Sonne und geniessen die Wärme bei einem Kaffee.

Vom 22.Nov. an ist unser Platz reserviert und so ziehen wir wieder los in Etappen Richtung La Linea.

 

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Bei miserablem und stürmischem Wetter fahren wir los und übernachten auf einem Parkplatz am Meer. Der Wind schüttelt heftig an unserem Womo und es ist mir nicht mehr wohl. Um 12 Uhr in der Nacht parkiere ich um in eine Seitengasse - auch keine gute Idee........ um 03:30h parkiert Wolfi genervt das Womo wieder an den Strand. Der Morgen zeigt sich von der besten Seite und ich unternehme einen Spaziergang dem Strand entlang. Mit Schlafmangel fahren wir weiter.

 

La Linea / Gibraltar

Wir stehen heute in La Linea auf einem Parkplatz mit anderen Camper. Im Hintergrund der gewaltige Felsen von Gibraltar.

Zum Glück haben wir unseren Roller dabei, den das Labor für die Blutuntersuchung liegt mitten in der Stadt. Gegen Abend sind die Resultate dann fertig und wir kurven erneut los.

Den nächsten Tag verbringen wir in Gibraltar, eine britische Enklave. Wir brauchen für diese Tour die ID. Vor dem Zoll überqueren wir die Piste von der Anflugschneise.

Der Kalksteinfels ragt über 400m in die Höhe und im Innern sind etliche Höhlen - St. Michael`s Cave ist die schönste Tropfsteinhöhle. Die berühmten Berberaffen nehmen einen Teil des Berges in Beschlag und verärgern so manchen Touristen, der was leckeres im Rucksack mitführt. Wir fahren durch einspurige, unbeleuchtete feuchte Tunnels und sind im Nu am Leuchtturm wo ein unangenehmer, kühler Wind bläst. Schnell verlassen wir diesen windigen Ort und fahren auf der Rückseite des Felsen auf enger Strasse wieder ins Städtchen und gönnen uns Fish and Chips - very british.......

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Wir holen die Tickets für die Überfahrt natürlich bei Carlos (DIE Adresse bei Tickets nach Marokko!) und stellen uns am Abend auf den grossen Parkplatz. Wir sind nicht alleine, viele wollen rüber nach Marokko.

Ich bin ziemlich nervös - klappt alles, finden wir die Richtige Stelle am Hafen zum einchecken usw. Wir beschliessen schon um acht Uhr loszufahren und Frühstücken in der Warteschlaufe. Nach 10:00 h sind viele Lastwagen schon im Schiffsbauch verschwunden und jetzt geht's für uns los. Das Wetter hat sich verschlechtert und Nebel zieht auf. Ich hoffe sehr, dass wir kein Unwetter haben und diese anderthalb Stunde heil überstehen.

Auf der marokkanischen Seite werden alle Womos gescannt und alles verläuft reibungslos. So..... nun steht unserer Marokkotour nichts mehr im Wege und wir freuen uns auf eine sonnige Zeit im Süden. Erster Halt in Moulay Bousselham, den Camp kennen wir vom letzten Jahr schon. Ein Marokkaner mit einem Tuck-Tuck bringt uns frische Erd- und Himbeeren - genau das haben wir vermisst - Früchte direkt gepflückt.

Schnell sind wir mit anderen Camper im Gespräch - diese haben eine geführte Tour beendet und wollen noch nicht in die kalte Schweiz zurück. Spontan entscheiden sie, uns nach Agadir zu folgen. Wir entscheiden uns aber noch einen Abstecher nach Casablanca zu machen, sowie einen Zwischenstopp in Essaouira.