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Oktober - Monchique

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Seit dem 1. Oktober sind wir wieder in Monchique - Region Algarve. Wir geniessen den familiären und sauberen Stellplatz mit Pool.

Unsere Velotour nach Silves 22 km wohlgemerkt ein Weg war eine Qual, das Thermometer steigt auf erbarmungslose 26 Grad und ausgerechnet heute weht kein erfrischendes Lüftchen. Am Ziel angekommen sind wir einfach zu erschöpft, um das Städtchen das zum grössten Teil am Hang liegt zu erkunden. Wir setzen uns in ein kleines Restaurant und löschen den Durst und erholen uns von den Strapazen. Kurz noch einkaufen und dann radeln wir zurück.

Heute fahren wir mit dem Roller nach Silves, der ältesten Stadt der Algarve und sind begeistert von dem schönen Städtchen. Wir laufen zur Burg hoch auf den schmalen Gassen die alle mit Kopfsteinpflaster bestückt sind. Viele Touristen sind in den kleinen Beizli anzutreffen und ein manchmal hört man sogar schwizerdütsch. Gegen Abend kehren wir voller Eindrücke zurück auf unseren Stellplatz.

Hier in Monchique bleiben wir noch ein Weilchen...

Viele Camper sind schon weitergezogen und so sind wir nur noch zu viert auf dem Platz. Heute steht eine Wanderung an mit allen interessierten und sportlichen. Wir sind in den Bergen und so führt der Weg entweder auf- oder abwärts. Eine wohlverdiente Rast in einem Beizli in Caldas de Monchique haben wir uns mehr als verdient. Wir probieren die frisch in Holzofen gebackenen Brötli mit einer pikanten Wurstfüllung - sehr lecker und passt prima zu einem kühlen Bier. Müde kehren wir nach drei Stunden ins Womo zurück.

Bevor wir ende Oktober weiter Richtung Tarifa fahren wollen wir unbedingt noch an die Südwestspitze des europäischen Festlandes zum äussersten Zipfel von Portugal ans "Cabo de sao Vincente" bei Sagres. Die Menschen dachten früher, die Welt würde hier enden......

Von weitem sehen wir die rote Spitze des Leuchtturms, der den Stürmen und Wellen des tosenden Atlantik trotzt. Schnell ist das Womo parkiert und schon schlendern wir bei angenehmen Temperaturen an den div. Ständen vorbei mit Keramik und selbstgestrickten Pullovern, bevor wir die Festung erreichen. Diese wurde im 16. Jh. zum Schutze der Küste gegen die ständigen Angriffe maurischer Piraten errichtet.

 Unser Blick schweift über die Festungsmauer aufs offene Meer. Tief unten brechen die Wellen gegen die Felsen und ein dumpfes Grollen ist zu hören. Wir beschliessen hier an diesem magischen Ort einen Tag länger zu bleiben und fahren auf den nahe gelegenen Stellplatz. Unterwegs halten wir an den Klippen und laufen auf schmalen Stufen nach unten zu einem gigantischen Strand umrahmt von gewaltigen Felsformationen.

Es wird kühler als wir den Stellplatz erreichen. Leider bildet sich am Horizont ein Wolkenband und die untergehende Sonne ist nur schattenhaft zu sehen.

Von hier aus sehen wir das sehr helle Licht von Leuchtturm. 60 km weit entfernte Schiffe können es noch sehen, deshalb gilt er als der lichtstärkste Leuchtturm von Europa. Er markiert auch die Einfahrt zur Strasse von Gibraltar; eine der meist befahrenen Seestrassen der Welt. 

Auf dem Rückweg, wenige Kilometer vor Lagos, halten wir am Ponta da Piedade. Die Felsen der Landzunge mit einer Felsenklippenlandschaft die 20 Meter aus dem Atlantik ragt, gehören zu den schönsten Formationen der Algarve. Diese spektakuläre Kalksteinküste umfasst Steinsäulen, fragile Steinbögen und versteckte Grotten. All dies wurde durch die ungeheure Kraft mächtiger Winterstürme geformt.

Man kann eine Bootstour buchen, Kajaks mieten oder Stand-up-Paddels benutzen (wäre was für Melanie)...... aber bei diesem Wellengang ziehen wir es vor festen Boden unter den Füssen zu behalten und wandern hoch oben auf den schmalen Wegen. Es ist atemberaubend, sowas gigantisches haben wir noch nie gesehen!!! Aber ich merke schnell, ich bin nicht schwindelfrei und kann Wolfi kaum sehen, wie er dicht am Abgrund steht. Die Zeit vergeht wie im Flug und so fahren wir gegen Abend wieder zurück nach Monchique auf unseren Stellplatz.