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Januar

Wunderschöne, aber hoch giftige Rizinuspflanze auch Wunderbaum genannt. In ihnen befindet sich mit Ricin eines der giftigsten Eiweisse, das in der Natur existiert. 0,25 Milligramm gilt schon als tödliche Dosis.

Fahrt zum Leuchtturm

Bei strahlend blauem Himmel aber kühleren Temperaturen, sowie viel Wind beschliessen wir kurzfristig nochmals zu den Kanonen zu radeln - und zwar bis zu der Spitze des Bergkamms. Genauer gesagt bis zum Leuchtturm. Wir haben gehört, dass auf dem schmalen Weg auch noch einen Tunnel gibt - los gehts......

Den abenteuerlichen Weg haben wir euch ja bereits im November beschrieben aber bei diesem Wind ist die Fahrt besonders anstrengend.. Wir nehmen uns Zeit und legen ab und zu eine Pause ein und geniessen die tolle Aussicht.

Geschafft, die Kanonen die wir ja bereits besucht haben lassen wir hinter uns und kurven auf unseren Rädern den schmalen Trampelpfad entlang. Zum Glück kommen uns keine Fussgänger entgegen, denn das Kreuzen wäre schwierig.

Vor uns taucht der Tunnel auf - schon ein bisschen gespengstisch so ins Dunkle zu fahren. Wolfi ist schon in der Dunkelheit verschwunden. Ich knipse zuerst ein Foto, das mir super gelungen ist, und fahre dann auch los.

Am äussersten Zipfel stehen wiederum zwei Kononen, sowie verfallene Häuser. In einem Gebäude klafft ein riesen Loch in Boden; ziemlich gefährlich. Wir klettern auf eine Kanone und setzen uns hin, denn das Eisen hat sich bereits von den Sonnenstrahlen erwärmt. Der Wind nimmt zu und wir beschliessen zu Fuss zum Leuchtturm zu laufen. Loses Geröll erschwert uns den Weg nach unten, aber hier ist es wenigstens windstill. Ein grosses Tor, dass in der Felswand verankert wurde versperrt uns den Weg zum Leuchtturm. Also kraxeln wir wieder aufwärts zu unseren Rädern und machen uns auf den Heimweg.


Tour zum weissen Haus

Bei den Kanonen fiel uns das weisse Haus auf, dass an der gegenüberliegenden Bergseite einsam am Meer steht - dort möchte ich gerne mal hin.

Christa und Günther begleiten uns auf dieser anspruchsvollen und steinigen Tour. Den letzten Abschnitt, als die Strasse ziemlich steil zum Meer führt, fühlte sich Christa unsicher und so beschliessen wir die Fahrräder stehen zu lassen um zu Fuss unser Ziel zu erreichen. Auf der riesigen Terrasse geniessen wir unsere wohlverdiente Pause. 

Das Meer peitscht die Wellen mit voller Wucht an die tief unten uns liegenden Felsen. Die Sonne brennt heute so richtig und wir haben noch einen steilen Rückweg vor uns. Also los gehts..... ca. eine Stunde steil bergauf - wir alle schwitzen und wären für ein kühles Lüftchen dankbar aber das bleibt Wunschdenken.

Alle freuen sich auf die Abfahrt. Noch ein letzter Blick zurück auf die wunderschöne Kulisse, dann steigen wir auf unsere Räder. Ich fahre voraus auf der holprigen Strasse und höre auf einmal - tttschsch..... na bravo, hier in dieser einsamen Gegend ein Plattfuss. Der Riss ist so gross, dass unser Notfallspray nicht hilft. Wolfi holt auf dem Camp den Roller, Christa und Günther fahren auch Heimwärts. Nun sitzt ich einsam in dieser Pampa und warte geduldig auf Wolfi.

Nach einer Stunde an der prallen Sonne höre ich endlich Motorengeräusche. Der Reifen ist schnell demontiert und nun fahren wir nach Porto Mazarron zum Velohändler 15km. Es ist bereits 17 Uhr und es wird empfindlich kühl. Eine Stunde später sitze ich schlotternd wieder auf meinem geflickten Fahrrad und lass die einsame Gegend hinter mir. 

Ab sofort haben wir immer einen Ersatzschlauch und Flickzeug dabei - man lernt eben nie aus!!